Am frühen Samstagmorgen, oder wie manche sagen würden zu unchristlicher Uhrzeit, besammelten wir uns bei der Turnhalle. Bereits im Vorfeld war klar, dass es sich gemäss Wetterbericht eher um ein Wasserskiweekend handeln würde. Dennoch waren alle guter Dinge und die meisten sogar pünktlich.

Bei der Ankunft beim Hotel stellten wir fest, dass der Parkplatz nahezu voll war bis auf vereinzelte (vereiste) Parkplätze. Die Ersten probierten erfolglos in die verbliebenen freien Parklücken zu schlittern, gaben dann schliesslich auf und stellten die Autos direkt vors Hotel. Nicht so der Präsident, er fuhr vor, steuerte das Auto so über das Eis und zwischen Aargauer Audi zur rechten und Schneemauer zur Linken, dass wir nicht sicher waren, ob das jetzt Kalkül oder nur pures Glück gewesen war. 

Danach ging es auf die Ski. Die eine Hälfte zog es bereits nach zwei Skiliftfahrten in die Beiz (obwohl noch die Sonne schien). Die Anderen entschieden sich, das gesamte Skigebiet noch vor dem Mittag zu erkunden. Das mag jetzt ehrgeizig tönen aber wir waren ja auch nicht zum Spass da. Obwohl das Skigebiet über Unmengen von Liften und Pisten verfügte, kurz vor 12 und pünktlich zur Zmittagzeit war das Ziel erreicht.

Nach dem Mittag nahte schon der Regen, weshalb wir relativ bald ins Après-Skizelt wechselten.

Danach war Zimmerbezug, duschen und schliesslich Nachtessen angesagt. 

Beim gemütlichen Fondue legten sich einige mal wieder mit dem Servierpersonal an (es ging um ein Fenster welches wegen olfaktorischen Belastungen dringend offengehalten werden musste – dabei wurden die handwerklichen Fähigkeiten des Fensteröffners massiv unterschätzt wie er später in einem klärenden Gespräch mit der Serviertochter herausfand und dann auch wieder Frieden schloss mit ihr).

Nach dem Abendessen begab sich die grosse Mehrheit ins Partyzelt Tschudi-Hui wo wir sehr bald die Musikauswahl zu unserer Aufgabe machten und dementsprechend auch für Stimmung sorgten. Dort und auch beim späteren Absacker in der Hotelbar zeigte sich, dass auch Neumitglieder stets mit offenen Armen empfangen werden.

Am nächsten Morgen fanden sich fast alle pünktlich zum Frühstück. Lediglich zwei Teilnehmer konnten sich wohl aufgrund der Dämpfe ihrer eigenen Ausdünstungen, welche über den ganzen Hotelgang zogen, nicht aus dem Bett bewegen und mussten daher das Frühstück vertagen. 

Nach dem Zusammenpacken wagten sich die Einen nochmals auf die Ski, die Anderen nahmen direkt das Bähnli in die Beiz. Dort fanden wir uns alle wieder zum Mittagessen ein. Da es nun wirklich in Strömen regnete, wurde beschlossen das relativ bald nach dem Mittag der Heimweg angetreten wird. Das Skiweekend endete wo es begonnen hatte, beim Schulhaus in Mettmenstetten von wo aus wir uns zufrieden und nass nachhause verteilten. Vielen Dank für die Organisation und ich glaube, trotz der widrigen Wetterumstände hatten alle ihren Spass!

Organisatoren: Rissi & Gerber (eine geballte Ladung Erfahrung verspricht gutes)

Skigebiet: Pizol (Kaum jemand kennt das Skigebiet)

Treffpunkt: 07:00 Uhr (gemäss wenigen (weiblichen) Reklamationen wohl etwas früh)

Wetterprognose: Sehr bescheiden (also optimales TV Skiwetter)

Die äusseren Bedingungen sagen eigentlich schon genug. Alles war angerichtet für ein ideales Skiweekend. Die TurnerInnen träumten auf der Hinfahrt bereits von den leeren Pisten und den vollen Biergläsern. Doch die Freude hielt nur gerade bis zur Ankunft auf dem schon fast vollen Parkplatz Wangs. Anstelle der Freudenschreie von glücklichen Turnern hörte man nur noch die Stimmen der Unmengen von Kindern, die sich entschieden hatten mit der ganzen Familie am Migros Familienskitag teilzunehmen, der an diesem Wochenende am Pizol stattfand.

Nach dem kurzen Schock war der Mut schnell wiedergefunden und das gesattelte Gepäck wurde mit dem Gondeli zur Unterkunft gebracht. Ohne Gepäck war es ein leichtes, sich inmitten der Familien zu bewegen. Diese hatten aber zum Glück nur den Bewegungsradius von einem Sessellift und man konnte ihnen sehr gut aus dem Weg gehen.

Für das gemeinsame Mittagessen traf man sich wieder in einer gemütlichen Skibeiz und genau diese Gemütlichkeit hatte es in sich. Zwei-drei Tee später machten es sich nämlich auch die letzten wieder auf die Skier und in der ganzen Euphorie war ein Stürzchen natürlich vorprogrammiert. Man könnte meinen der leidtragende von dieser Aktion sei der Gestürzte, aber dem ist nicht so. Fortan mussten sich die armen restlichen Turner ständig anhöre wie ach so schlimm doch die entstandene "Verletzung" sei. Selbst als sich beim Abendessen die besten selbsternannten Physiotherapeuten ans Werk machten (wohlgemerkt auf Wunsch des "Verletzten"), konnte das Jammern nicht beendet werden.

Gerne würde der Berichtschreiber an dieser Stelle noch über das Geschehene vom Sonntag Berichten, aber die Erinnerungen daran werden für immer unter dem lauten Gejammere und Gestöhne verborgen bleiben.

Das Regionalturnfest stand ganz im Zeichen von "turnen, feiern und geniessen" und sorgte für viel Stimmung und Begeisterung. Was unsere Nachbarn aus dem Reusstal in Sachen Dorfgemeinschaft vollbrachten war sehr bemerkenswert und verdient viel Lob. Ein grosses Dankeschön gilt aber auch den vielen Helfern von den Mettmenstetter Dorfvereinen, die diesen Grossanlass tatkräftig unterstützten. Wie auch der TVM nutzte eine stattliche Anzahl von Vereinen aus der ganzen Schweiz dieses Fest als Vorbereitung zum Eidgenössischen Turnfest in Aarau.

An den Einzelwettkämpfen stand eine überaus grosse Equipe aus Mettmenstetten im Geräteturnen, in der Leichtathletik sowie auch am Nachwuchsschwingfest im Einsatz. Dabei gewann Noemi Pelenk in der Kategorie K3 der Geräteturnerinnen sogar die Goldmedaille. Herzliche Gratulation! Zudem gewannen Anouk Werder in der Kategorie K2 und Ylenia Tsianakas in der Kategorie K4 je eine Silbermedaille. Mit Yanick Heiniger schaffte im Sechskampf auch ein Leichtathlet mit dem 3. Rang den Sprung auf das Podest. Überhaupt war die Geräteriege – vor allem mit den jungen Turnerinnen – äusserst erfolgreich und hamsterte regelrecht Auszeichnungen um Auszeichnungen. Grund genug für viele Turnerinnen und Turner am Samstagabend an der Halligalli-Party abzufeiern.

Der eine Woche später stattfindende Vereinswettkampf war dann für den TVM leider nicht mehr ganz so erfolgreich. Mit einer Punktzahl von 25.28 in der 2. Stärkeklasse konnten die Einhörner die guten Vorjahresergebnisse nicht bestätigen. Neben den etwas enttäuschenden Resultate wie zum Beispiel im Kugelstossen und bei den Schaukelringen gab es aber auch einige erfreuliche Überraschungen. So schaffte beispielsweise Dario Heiniger im Schleuderball erstmals einen Wurf über die 50 Meter Marke auf beachtliche 54.37 m und übertraf die blanken 10.00 Punkte deutlich. Ebenfalls positiv in Erscheinung traten die beiden 800 m Läufer Jon Eugster und Olivia Bär, welche auf der holperigen Rasenbahn nur knapp unter 10.00 Punkte blieben.
Doch mit jeder weiteren Stunde rückte die Punktzahl in den Hintergrund und das Festen in den Vordergrund, bis sich die Turnerschar vor dem Wolserholz – im für einmal grössten Schlafzimmer der Schweiz – langsam zur Ruhe legte.

LarissaSMTramp
 

Wir gratulieren Larissa Kurmann zum doppelten Schweizermeistertitel im Trampolin in den Kategorien Juniorinnen Einzel und Damen Synchron!

 

 

 

 

 

Rangliste: www.stv-fsg.ch/de/sportarten/trampolin/

 

Resultate                  
Junior Girls Final
3 Finalistinnen   
Rang Name S1 S2 S3 S4 S5 S6 S7 S8 S9 S10  L E D H Time Total Score
 1. Larissa Kurmann  5 6 6 4 7 6 6 9 7 8 2 13.4 11.2  8.70 13.595 46.895 46.895
Junior Girls Qualification
5 Teilnehmerinnen
Rang Name S1 S2 S3 S4 S5 S6 S7 S8 S9 S10  L E D H Time Total Score
1. Lavinia Bitterli  0
4
1
3
0
3
2
6
4
8
2
6
2
5
2
6
2
4
4
6
2
2
17.9
14.7

10.0 
9.30
9.40
14.885
13.610
42.085
47.710
89.795

3. Larissa Kurmann  3
5
2
6
2
6
4
4
4
8
4
8
5
6
4
6
4
6
4
6
2
2
16.2
13.7
 
8.9
9.40
9.20
14.645
13.680
40.245
45.480
85.725
 
Synchron Open Ladies
3 Teams       
Rang Name S1 S2 S3 S4 S5 S6 S7 S8 S9 S10  L E D H Synchro Total Score
1. Larissa Kurmann 
Eileen Ilunamien 
0.5  1.5  0.5  2.0  3.5  2.5  3.5  3.5  2.5  3.0  1.0  7.60  5.8  9.60  17.50  40.500  40.500

 

Die Organisation der Turnfahrt gilt nicht ohne Grund als kreative Königsdisziplin unter den TV-Anlässen. Neben dem erforderlichen Ideenreichtum muss der ganze Plan auch noch geheim gehalten werden. Dieser schwierigen Aufgabe nahm sich im Jahr 2018 der Neo-TV’ler Käslin gleich auf seiner ersten Turnfahrt an. Damit sich aber die Nerven bei den Teilnehmern wieder etwas beruhigen konnten, wurde ihm mit unserer Aktuarin eine sehr erfahrene Frau zur Seite gestellt.

turnfahrt 2018 20180924 1072377645Die beiden setzten zur Fortbewegung auf die altbewährten Büsli. Gentleman-like entschieden sich die Männer absolut freiwillig für den roten Blitz und nicht für den schwarzen hightech Flitzer. Nachdem der OT noch einmal voller Zuversicht verkündete, dass wir ja sowieso auf den Pilatus gehen werden, machten sich die Büsli auf den Weg Richtung Ostschweiz…

Als Insasse des roten Blitz konnte man nur rätseln was wohl alles hinter den getönten Scheiben des hightech Bus’ vor sich ging. Auf jeden Fall muss es eine kurzweilige Fahrt gewesen sein. Anders kann man sich nicht erklären wieso das Führungsfahrzeug die richtige Autobahnausfahrt auf dem Weg zum Appenzeller Volkskundemuseum verpasste.

Mit dem kleinen Umweg dort angekommen stand Käse zum selbermachen auf dem Programm. Während die einen richtig mit anpackten, präsentierten andere ihre Künste auf dem Melchstuhl. Wie gut bei dieser Mischung der Käse noch wurde, können wir erst in 8 Wochen testen.

We(r) jetzt denkt u(r)chige(r) geht es nicht meh(r) liegt weit daneben. Die !!Do(r)f!!füh(r)ung du(r)ch Appenzell ve(r)(r)iet so manch inte(r)essantes übe(r) dieses idyllische Ö(r)tchen.

Doch was wäre ein perfekter Appenzeller Tag ohne eine kleinen Wanderung. Der steile Anstieg von Wasserauen zum Berggasthaus Meglisalp legten alle noch locker mit einem Lächeln (und einem Weisswein) zurück. Dafür wurde man oben auch mit einem sehr guten Cordon Bleu verwöhnt.

turnfahrt 2018 20180924 2080144731Einmal im Massenschlag schlafen später, waren alle Wanderschuhe wieder geschnürt und es konnte weitergehen. Die Wanderung am Sonntag hörte sich dann etwa so an. Super steiler Aufstieg: Oooh; Super schöne Aussicht: Aaah; Super steiler Abstieg: Uuuuh; Super feiner Weisswein: Mmmh.

Das Ende der Wanderung war nach 4–5h beim Touristen-Hotspot Ebenalp. Nach dem Mittagessen ging es auf eine Führung durch Lackschuhe, schöne Handtaschen und Hunde in Hamstergrösse. Nebenbei konnte mach auch noch den Weltbekannten Äscher sowie das Wildkirchli bewundern und dank der sympathischen Führerin wissen nun auch alle wo sich der Teufel versteckt.

Der Rest der Turnfahrt ist schnell erzählt. 1xGondeli und 1xBüsli fahren und schon waren alle wieder in der Heimat. Auf jeden Fall ist es viel schneller erzählt als dass man dank den vielen Touristen vom Berg wieder hinunterkam. Doch auch ein bisschen Anstehen ist mit einer so großartigen Gruppe nur halb so schlimm. In diesem Sinne vielen Dank an alle für das super Wochenende und ganz besonders an das Organisationskomitee für die guten Ideen und die perfekte Ausführung.

TV Mettmenstetten