Am frühen Samstagmorgen trafen wir uns am Bahnhof Mettmenstetten. Da sogar Y. S. pünktlich war, hatten wir genügend Zeit um uns im Avec mit Gipfeli und Kaffee einzudecken. Die beiden Organisatorinnen, Michelle und Lena, führten uns via HB in die Bundeshauptstadt. Die Zugfahrt war, dank dem TV Birmensdorf, nicht immer sehr entspannt. In Bern hatten die hungrigen Mäuler Zeit, sich reichlich beim Brezelkönig mit Brezel und Hotdog einzudecken, bevor wir den ca. vierstündigen Foodtrail starteten. Zum Glück mussten die einen Gruppen etwas länger nach dem Weg suchen, sodass immerhin ein kleiner Teil des Brezels bis zum ersten Genusshalt verdaut war. In einer fremden Stadt ist es nicht immer einfach zu eruieren, wo Norden liegt...

Beim ersten Genusstand, dem Chäsbueb, gab es reichlich Käse und feines Chümiknäckebrot als Apéro, den die einen im Stehen auf der Gasse, andere im Sitzen im Käseladen geniessen konnten. Man munkelt, dass die ersten Gruppen, trotz jeweiligem 10minütigem Abstand schon am ersten Posten überholt wurden.

Vorbei am Holländerturm, in immer zunehmendem Regen, ging es weiter zur Weindegustation. Der Ehrgeiz der Gruppen war unterschiedlich ausgeprägt, so dass bereits dort zwei Gruppen fusionierten und gemeinsam ihr Glück, respektive ihre Abkürzungen versuchten. Beim dritten Genussstopp gab es Zucchetti- oder Kürbisküchlein, die mehr oder weniger warm waren.

Weiter ging es in ein Restaurant, in dem wir feine Apfelküchlein mit Vanillesauce serviert bekamen. Bei den einen waren die Bäuche schon gut gefüllt, doch glücklicherweise gab es in jeder Gruppe einen hungrigen Mann, der anständig aufass.

Stopp Nummer fünf, wieder in der Nähe da Bahnhofes, legten wir in einer kleinen Rösterei ein. Hier konnten wir uns ein Getränk nach Wahl gönnen und clevere Pläne wurden geschmiedet.

Während sich die ehrgeizige erste Gruppe sich sehr schnell wieder auf den Weg zum letzten Posten machte, studierten andere Gruppen den Stadtplan oder eher das Busnetz, um auch alle zur Verfügung stehende Mittel einzusetzen. So fuhren sie, zum Glück unentdeckt, an der ersten Gruppe im Bus vorbei, auf direktem Weg zum Bärenpark, wo ein leckeres Eis auf sie wartete. Es wird gemunkelt, dass diese Gruppe nicht so exakt im Treppenstufenzählen ist, aber den Weg trotzdem gefunden hat.

Nach dem Eis folgten weitere (flüssige) Desserts. Als der Regen endlich aufhörte, diskutierten wir nicht lange und liefen zu Fuss zurück zur Jugendherberge. Nächster Fixpunkt: Baden in der Aare im Freibad Marzili. Während die meisten Frauen sich in der Aare rumtrieben, bevorzugten die Herren das Beachvolleyballfeld. Eine kleine Gruppe traf sich im Resti für einen Molotovjass. Im politischen Bern, keine 700m vom Bundeshaus entfernt, wurde hautnah die Anarchie gelebt: Trotz Abstimmungen mit eindeutiger Mehrheit, hatte die Gruppe keine Chance, sich gegen die Heiniger-Anarchie durchzusetzen.

Im Restaurant Anker assen wir abends, in gemütlichen Beisammensein, feine Rösti. Es wurde viel gelacht, tolle Witze über Federvieh gemacht und das eine oder andere Getränk getrunken. Anschliessend teilte sich die Gruppe auf. Einige bevorzugten das Bett, andere das Nachtleben und die Döner von Bern, während dritte Mangels Bier und Alternative in der Jugendherberge jassten. Dieses Mal war der Lärm der Strasse lauter als wir in der Jugendherberge, so dass wir uns ohne schlechtes Gewissen am nächsten Morgen beim reichhaltigen Frühstücksbuffet blicken lassen konnten.

Nach dem einen oder anderen feinen Wachmachergetränk trafen wir uns pünktlich, um per Bus in die Post Finance Arena zu fahren. Wir genossen, trotzt Ostschweizerdialekt, die Führung und erfuhren viele interessante Fakten zur Arena und dem SCB. So zum Beispiel, wie viel Geld eine Krankenkasse pro Jahr übrig hat, um sich einen exklusive Loge zu mieten.

Müde von der Führung begaben wir uns in ein nahegelegenes Restaurant und verköstigten uns mit Schnipo, Riz Casimir oder Spaghetti Carbonara. Mit gefüllten oder überfüllten Bäuchen zogen wir weiter in den Trampolinpark Unik. Das Aufwärmen war wirklich unik lustig. Anschliessend hatten wir eine Stunde Zeit, uns in unseren Trampolinskills zu messen oder einfach neue Dinge auszuprobieren und Spass zu haben. Müde aber glücklich machten wir uns nach einer intensiven Stunde langsam auf den Heimweg nach Mettmenstetten.

Hier nochmals herzlichen Dank dem OK-Team, das trotzt coronabedingten Abweichungen vom ursprünglichen Plan ein hervorragendes, unvergessliches Weekend organisiert und durchgeführt hat.

 

TV Mettmenstetten