Das diesjährige Turnerchränzli wurde förmlich überrannt. Rund 1‘100 Zuschauer pilgerten an den vergangenen Wochenenden in die Turnhalle Wygarten.

Durch die Abende führten uns die beiden Moderatoren Olivia Ferrari und Andreas Leidenix mit viel Witz und Charme. Sie verzauberten uns mit sagenhaften Kartentricks oder zeigten dem Publikum, wie ein richtiges Pokerface aufgesetzt wird. Als erstes stürmten die jungen show stars vom Kinderturnen die Bühne. Sie zeigten die Höhen und Tiefen von Las Vegas, dem diesjährigen Motto des Turnerchränzlis. Weiter ging es mit dem Muki-Turnen, welche uns eine der bekanntesten Zaubershows der Spieler Stadt vorführten. So viele weisse Tiger trifft man nur selten an. Dass man mit Pokerkarten nicht nur zocken sondern auch tanzen kann, bewies die mittlere Meittli Jugi. Aber auch die Schattenseiten des Glückspiels wurden nicht verschwiegen. Die kleine Buebe Jugi zeigte auf der Bühne, was wahrscheinlich jedem Kasino Besucher einmal wiederfahren ist. Eine heisse Sole legte die anschliessende mittlere Meitli Jugi aufs Parkett. Ihre Aufführung zu Cowboys und Indianer weckte bei manchen Zuschauern Erinnerungen an vergangene Fasnachten. Die kleinen Akrobaten der Geräteturner Kinderriege versetzten danach das Publikum in Stauen. Die jungen Turnerinnen und Turner flogen förmlich über die Bühne. An coolheit nicht zu überbieten war die grosse Buebe Jugi zur Hommage an den King of Rock n Roll. Sie zeigten nicht nur tänzerisches Können, sondern auch dass die Kotletten bei manchen Männern sehr früh zu wachsen beginnen.

Nach einer kurzen Pause flogen wieder Akrobatinnen und Akrobaten. Durch die gute Darbietung der aktiven Geräteturner, fühlte sich das Publikum wie in einer echten Vorstellung des Cirque du Soleil. Wie Mann verführt zeigte die Leichtathletik Riege. Nach Ihrer Vorstellung steht fest, dass flinke Beine zu haben nicht nur in sportlicher Hinsicht ein Vorteil ist. Der Frauenturnverein zeigte im Anschluss eine Nummer aus den 70er. In Ihrer Abba Vorstellung klopften sie alle Bälle weich oder auch von der Bühne. Den Zuschauern heizte danach die grosse Meitli Jugi ein, ganz nach dem Motto Ihrer Darbietung als Cheerleader. Die langersehnte Frage vieler Frauen was Männer unter sich in einer Bar so treiben, beantwortete die Männerriege. Ob jetzt wirklich in jeder Bar so getanzt wird, sei dahingestellt. Auf die etwas in die Jahre gekommenen Herren folgte ein wahrer Augenschmaus. Die aktiven Frauen hüpften in 20er Jahre Kostüme und sorgten für richtig gute Stimmung. Auch bei der Putzkolone und der Bühnencrew sorgten sie für Bewegung, da Ihre Kleider etwas viele Federn hinterliessen. Viel Applaus erntete die Geräteturner Sektion mit Ihrer footlose Aufführung. Bei dieser Vorstellung herrschte wahrlich eine Partystimmung. Dass das Beste zum Schluss kommt ist weitgehend bekannt und so auch am Turnerchränzli. Die aktiven Männer sorgten für ohrenbetäubendes Kreischen mir Ihrer Chippendales Nummer. Zum Glück haben alle Männer, für die weiteren Vorstellungen, wieder ein Unterhemd auftreiben können.

Für kulinarische Höhepunkte sorgte wieder Mark Gut und sein Team. Auch konnte wieder nach den Abendvorstellungen die eigenen Tanzkünste unter Beweis gestellt werden. Das Palmbeachduo spielte bekannte Hits was beim Publikum sehr gut ankam. Die legendäre Turnerbar konnte gar einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Durch die gute und ausgelassene Stimmung, blieben die Leute bis in die frühen Morgenstunden. Undenkbar ist ein Chränzli ohne die Tombola. Dank zahlreichen Sponsoren konnten wieder sagenhafte Preise abgeräumt werden.

Alles in allem war es wieder eine gelungene Veranstaltung und alle Turnerinnen und Turner freuen sich bereits jetzt auf das nächste Turnerchränzli.
Daniel Rissi

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Am Wochenende vom 19. und 20. September 2015 fand die diesjährige Turnfahrt statt.
Die Teilnehmer trafen sich um 8:30 Uhr bei der Turnhalle Gramatt. Nach einigen Stafetten als Morgensport ging es in 2 Bussen nach Oberarth ins Horseshoe. Die Busse wurden folgendermassen eingeteilt: Im etwas neueren Renault Trafic waren 7 der 16 Teilnehmer, welche etwas femininer wirkten. Im zweiten, älteren Bus mit den undichten Fenstern und deutlich mehr Testosteron waren die restlichen 9 Mitglieder.
Im Horseshoe wurde die Hauseigene Brauerei besichtigt und das Bier selbstverständlich verkostet.
Nach den Weisswürsten zum Znüni ging es weiter nach Cham, um den beim Morgensport begonnenen Wettkampf zu beenden.

Nach dem Minigolf ging es weiter nach Wolhusen. Die Region wurde ihrem Ruf gerecht und begrüsste uns mit einigen Hagelkörnern und strömendem Regen. Gott sei Dank hörte der Hagel bald auf und unter dem leichten Nieselregen liefen wir los. Nach ca. 2h ohne Halt kamen wir mit relativ wenigen Feststoffen in unserem Ernährungstrakt in Entlebuch an.

Nachdem Olivia und Nik unsere Busse geholt haben ging es ab nach Finsterwald, wo wir uns in unseren Massenschlägen vom Gasthaus Gfellen einrichten konnten. Wiederum gab es ein Zimmer mit viel Testosteron und ein Zimmer mit mehr Östrogen. Um ca. 8 Uhr konnten wir unseren über den Tag angestauten Hunger bei einem guten Cordon-Bleu mit Pommes und unser Durst mit diversen Getränken stillen.
Da das Restaurant bereits zu früher Abendstunde (ca. 1:30 Uhr) schliessen wollte entschloss sich eine Gruppe männlicher Teilnehmer, das Restaurant selber zu schliessen und sich mit der einen oder anderen Runde Bösi die Zeit zu vertreiben. Der Testosteronblock wurde dann vom „Tagesdubel“ ins Bett befördert, als dieser nach dem Bösi bei 79 doch tatsächlich 81 sagte.

Nach ein paar Stunden Schlaf wurde ab 9 Uhr gefrühstückt. Ein zweites Mal nach dem ausgiebigen Abendessen wurde damit bestätigt, dass es der Wirt mit uns gut gemeint hat.

Nach dem Frühstück ging es mit vollen Mägen an den Sempachersee um Stand Up Paddeln auszuprobieren. Wie auch schon im letzten Jahr blieb dieses Jahr also auch wieder niemand trocken. Eine Herzliche Gratulation gilt an dieser Stelle auch noch Mark Gut, der das Abschliessende Rennen des Testosteronblocks souverän gewann.
Um die Energie wieder aufzutanken konnte der bereits wieder anwesende Hunger mit Pizza übertönt werden.

Mit wieder vollem Magen ging es nach Adelwil, wo wir Stadtkinder einen waschechten Bauernhof besichtigen konnten. Dank unseren Organisatoren wissen wir jetzt also von wo die Milch kommt ;)
Zum Schluss wurde bei einem abschliessenden Dessert der letzte Gluscht noch gestillt. Es gab ein Bauernhof-Glace, welches von der Bäuerin höchstpersönlich hergestellt wird.

Am frühen – und das heisst am sehr frühen – Samstagmorgen (05:15 Uhr) trafen wir uns beim Bahnhof in Mettmenstetten und fuhren in Richtung Weiningen ab. Als wir auf dem Zeltplatz ankamen, stand unsere Unterkunft bereits, da diese verdankenswerterweise von Hansjörg Trachsel und Andi Frick bereits am Vorabend bei sehr angenehmen gefühlten 35°C aufgebaut worden war.

Als erstes stand das Einlaufen auf dem Programm, welches trotz der früher Morgenstunde bereits sehr schweisstreibend war. Im ersten Wettkampfteil ging es mit der schon zur Tradition gehörenden Pendelstafette (Note 9.05) los, welche sehr zur Zufriedenheit des TL (Technischer Leiter) gut über die Bühne ging. Mit dem Schleuderball (8.59), bei dem die Erwartungen sehr hoch gesteckt waren, jedoch nicht aufs Ganze erfüllt werden konnten, wurde der erste Wettkampfteil abgeschlossen.

In der auf dieses Jahr eingeführten Disziplin Speer (8.75) konnten sich im Vergleich zum Einzelwettkampf einige Teilnehmer steigern, wiederum andere haben die hohen Erwartungen nicht erfüllt, aber der Olympische Gedanke zählt mehr als das einzelne Resultat. Die Geräteturner starteten an den Schaukelringen mit einem komplett neuen Programm. Erschwerend kam hinzu, dass die Gruppe vor dem Turnfest nie in Komplettbesetzung zusammen trainieren konnte. Trotzdem konnte das Programm, mit Ausnahme von kleinen Fehlern, wunschgemäss durchgeturnt werden. Mit dem Resultat von 8.01 Punkten wurde das gesteckte Ziel von 8 Punkten sogar ganz knapp übertroffen. Dank den vielen jungen Turnerinnen und Turnern, welche schon ein beachtlich hohes Niveau aufweisen, darf von der Gerätesektion künftig noch viel erwartet werden. Nach der Vorführung waren jedenfalls alle froh und glücklich über die gezeigte Leistung. Ebenfalls konnte die Gruppe Fachtest Allround (8.16) mit der Ausbeute, einer angesichts der geleisteten Trainingsstunden verhältnismässig guten Note, zufrieden sein. Im abschliessenden dritten Wettkampfteil konnten sich vor allem die Weitspringer (9.61) von ihrer besten Seite zeigen. Jedoch nicht weniger rühmen möchte ich die 800m-Läufer/innen (8.42), die bei extrem heissen Temperaturen sicherlich keine leichte Aufgabe hatten, brannte doch die Sonne bereits vor dem Mittag erbarmungslos vom Himmel :-). Auch beim Kugelstossen (8.31) machten sich die Temperaturen bemerkbar, jedoch nicht nur körperlich sondern auch dadurch, dass die Kugeln durch die Sonne aufgeheizt wurden und etwas wärmer waren als normal. Das konnte jedoch die Leistung der Werfergruppe nicht beeinträchtigen.

Beim anschliessenden Warten auf das Abendessen verweilten sich alle in unterschiedlichsten Aktivitäten, jedoch die angesagteste war, sich einen kühlen Schattenplatz zu ergattern und diesen auch zu behalten, denn diese waren sehr dünn gesät. Nach einem rauschenden Fest bis ……. konnten wir am Sonntag die Rückreise in Angriff nehmen und mit der Gesamtnote von 25.99 im Gepäck mit einem guten Gefühl nach Hause zurück kehren.

Danke für die guten Leistungen und ich hoffe, dass wir auch nächstes Jahr mit einer gleich gut gesinnten Truppe das nächste Ziel, die 26-Punkte-Marke, knacken können.

Merci Dankä Ade

Vier Leichtathleten haben bereits am 27. Juni Turnfest Luft in Weiningen geschnuppert und erfolgreich den 6-Kampf in der Leichtathletik bestritten. Dabei konnten sich alle vier Athleten vom TVM erfreulicherweise in der ersten Ranglistenhälfte klassieren. Yanick Heiniger schaffte mit dem 3. Rang sogar den Sprung auf das begehrte Podest.

Der Wettkampf startete wie gewohnt mit dem 100m Sprint, wo Yanick auf der gut präparierten Wiesenbahn 11.70 Sekunden erreichte, eine Zeit welche von keinem der nachfolgenden Teilnehmer mehr unterboten wurde. Auch Dario Heiniger glückte mit 12.45 Sekunden einen sehr guten Start in diesen Mehrkampf.

Ausgerechnet im Hochsprung, der 2. Disziplin, hatten die Mettmenstetter mit einer Regenzelle zu kämpfen, welche den Anlauf auf dem Teer glitschig und die Matte unangenehm nass machte. Trotzdem realisierte Yanick mit der Höhe von 1.75m auch in dieser Disziplin mit zwei weiteren Wettkämpfer die höchste Punktzahl.

In der 3. Disziplin, dem Kugelstossen, gewann Mark Gut mit sehr guten 12.96m das interne Mettmenstetter Duell und vermochte somit die verlorenen Punkte im internen “Glacé-Cup“ Duell gegen Dario wieder wett zu machen.

Gespannt durften die Zuschauer im Weitsprung auf das Heiniger-Brother Duell sein, tastete sich doch Dario im Training immer näher an die Weite von Yanick. Bereits im 2. Sprung legte Dario mit seinem ersten 6 Meter Sprung vor. Jedoch konterte Yanick mit 6.19m in seinem letzten Sprung zurück. Zwar steigerte sich Dario im 3. Versuch mit neuer persönlicher Bestweite auf 6.12m erneut, blieb aber schlussendlich mit knappen 7cm hinter Yanick zurück.

In der nächsten Disziplin, dem Speerwerfen ging es darum den Speer geschickt in den immer stärker aufkommenden Wind zu setzen. In den Probedurchgängen gelang dies Mark und Dario mit einem Wurf über die 40m Marke ausgezeichnet. Im Wettkampf selbst gelang allerdings Yanick mit 40.84m den weitesten Wurf. Die Speere von Mark und Dario landeten bei 39.43m, bzw. 35.50m. Stefan Gerber’s Speer landete bei starkem Wind eher quer bei 25.07m.

Im abschliessenden 1000m übernahm erwartungsgemäss Stefan Gerber das Zepter und erreichte mit sehr guten 3:08.21 auf der anstrengenden Wiesenbahn die insgesamt 6. beste Zeit im 135 köpfigen Teilnehmerfeld. Zwar versuchte Yanick bis knapp 800m ihn zu fordern, doch verblaste es ihn auf den letzten 200m. Der Punkteverlust hielt sich allerdings in Grenzen, da auch seine Gegnerschaft mit der teilweise unebenen Bahn zu kämpfen hatten.

Somit übernahm Yanick im Gesamtklassement von den am Samstag startenden Turner die Führung, welche er aber am Sonntag an zwei Turner vom TV Wiesendangen wieder abgeben musste. Mit dem ausgezeichneten 3. Rang war er natürlich mehr als zufrieden. Insgesamt gelang allen vier Mettmenstetter einen sehr guten Wettkampf und durften am Ende verdient ein „kühles Blondes“ in Empfang nehmen. Mark Gut verpasste zwar die angestrebte Auszeichnung mit nur einem Punkt. Eine Differenz, welche durchaus bei der Messung im Speer entstanden sein könnte. Nein, konterte Mark ehrlich nach. “Diesen Punkt habe ich im 1000m Lauf verloren“! 

sechskampfteam

 
Resultate
    Total 100m Hoch Kugel Weit Speer 1000m
3. Yanick Heiniger 4085 Punkte 11.70 s 1.75 m 12.28 m 6.19 m 40.84 m 3:18.99 min
21. Dario Heiniger 3567 Punkte 12.45 s 1.55 m 11.42 m 6.12 m 35.50 m 3:31.13 min
55. Mark Gut 3169 Punkte 13.22 s 1.50 m 12.96 m 5.23 m 39.43 m 4:11.16 min
65. Stefan Gerber 3065 Punkte 13.22 s 1.45 m 9.05 m 4.97 m 25.07 m 3:08.21 min

(von insgesamt 135 Klassierten)

Regen und Sonne

Regen erwartete zu Beginn die 9 Teilnehmer, die sich das volle Programm gönnten. Unerschrocken und in Regenschutz gehüllt, machten sie sich auf nach Willisau. Die Hoffnung, im Luzerner Hinterland schönes Wetter anzutreffen, wurde spätestens beim obligaten Halt an der Autobahnraststätte aufgegeben.

Der erste Tag

Angekommen in der Sportanlage wurden rasch die sehr kleinen Zimmer bezogen. Bei der Männerunterkunft hatte man lediglich 4 Betten pro Person zur Verfügung und gar 8 Betten bei den Frauen. Ein Gerangel war vorprogrammiert. Doch dies konnte niemanden abhalten voller Tatendrang am ersten Training teilzunehmen. Da es weiterhin regnete verblieb man den restlichen Morgen in einer Turnhalle. Nach einem kurzen, eher kopflastigen Einlaufen, durfte man sich im Speerwurf üben. Dank des Zukaufs von Indoor-Speeren, welche eher einem übergrossen Dartpfeil gleichen, konnte man diese Disziplin auch in der Halle trainieren. Ab 12 Uhr galt es, endlich den Magen zu stärken. Mit den selbst mitgebrachten Mahlzeiten gab es zwar ein kaltes, doch ausreichendes Mittagessen. Ein Cervelat fand jedoch nicht den Weg in die Speiseröhre und wurde trotz hartnäckigem Nachfragen einige Tage später leider im Müll entsorgt.

Das Nachmittagsprogramm begann mit einem kurzen Basketballspiel, was nicht jedem zusagte. Im darauffolgenden Indoor-Hochsprung-Wettkampf konnten keine Bestmarken geknackt werden. Womöglich lag dies an der mentalen Belastung in Anbetracht des angekündigten Dauerlaufes, welcher im Anschluss folgte. Der Trainingsleiter konnte durch seine gute und präzise Auskundschaftung alle Teilnehmer auf direktem Wege zum Vitaparcour führen. Zum Glück hatte der Regen etwas nachgelassen. Doch bei einigen blieb der Pessimismus so stark, dass sogar ein Schal mitgeführt wurde. Der Orientierungssinn lies bei einigen, während dem Absolvieren der Rennstrecke, zu wünschen übrig. Dank einem GUTen Helfer konnten zwei Personen knapp von einem Irrweg abgehalten werden. Nach der Rückkehr zur Turnhalle folgten Fusskräftigungsübungen, welche bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hatten. Ein von Fuss geknüpfter „Mettmi“ Schriftzug aus Springseilen, wurde infolge Unleserlichkeit nicht fotografiert. Da die meisten Teilnehmer selbst mit der Hand unlesbares hinkritzeln, war dies keine sonderbare Überraschung.

Zur Erholung gönnten sich alle Teilnehmer am Abend einen entspannenden Plansch im Schwimmbad. Das Rätsel, warum die Wassertemperatur bei den vielen herumtollenden Kinder um 0.1 Grad anstieg, blieb bis zum Schluss ungeklärt. Um halb acht traf man sich zum Nachtessen bei der Tennishalle. Die servierte Portionengrösse sorgte für Gesprächsstoff, doch dank dem Nachschöpfen wurde schliesslich auch der grösste Kritiker satt. Später siegte die Faulheit und so blieben alle bei einem guten Bier und spannendem Jass in der Tennishalle, bis der Turnverein allein im Lokal war.

Der zweite Tag

Ausgeruht kamen am nächsten Morgen wieder alle in der Tennishalle zusammen, um gemeinsam zu Frühstücken. Die strahlende Persönlichkeit der Serviertochter zauberte bereits früh einigen ein Lächeln ins Gesicht. Schliesslich spielte auch das Wetter mit und so konnte während des ganzen Tages draussen trainiert werden. Auch drei neue Teilnehmer stiessen früh dazu und somit erhöhte sich die Teilnehmerzahl auf 12. Das Highlight am Samstagmorgen war der Sprint-Wettkampf, bei dem jeder sein Bestes gab. Darauf folgte ein weiteres Speerwurftraining, in welchem nun mit den echten Speeren geübt werden konnte. Eine Gruppe versuchte sich zudem im Fachtest und beschloss bereits die erste Zusammensetzung für das Turnfest.

Nach dem Mittagessen hatten einige noch überschüssige Energie, welche sie im Ringen zu kompensieren versuchten. Nach einem gescheiterten Versuch am Schwinger, verstummten die Stimmen immerhin zeitweise. Das Samstag Nachmittagsprogramm hatte es in sich. Der 6x 400 Meter Lauf strapazierte alle Muskeln. Doch die Läufer liessen sich nicht beirren und absolvierten die insgesamt 2,4 Kilometer souverän. Einige Teilnehmer, die eher als Sprinter bekannt sind, überzeugten so sehr, dass sie bereits als 800 Meter Läufer in Betracht gezogen werden. Auch dem Trainingsleiter wussten die Läufer zu gefallen. So sehr sogar, dass dieser noch einen 400 Meter Lauf alleine absolvierte.

Nach dem offiziellen Training begann das Plauschspiel im Sand. Für das kommende Beachvolleyball Turnier in Mettmenstetten musste noch geübt werden, schliesslich waren einige bereits angemeldete Teams dabei. Besonders ein Mixed Team war zu Beginn (zumindest von einer Seite her) noch unentschlossen, doch nach dem glamourösen Auftritt stand die Teilnahme als sicher fest. Dass der Tag sonnig und warm war zeigte sich am Abend. Gewisse Teilnehmer leuchteten am Abend rot vor sich hin. Böse Zungen meinten, eine Sonne sei untergegangen, dafür sei eine andere aufgegangen. Beim Nachtessen kamen dann noch die vier letzten Teilnehmer dazu, pünktlich vor der angekündigten Jahresmeisterschaft im Darts. Der Abend lies man in der Altstadt von Willisau ausklingen. Dabei erfreute man sich ab der heiteren Stimmung der bereits anwesenden Gäste. Die autoritäre Funktion des Trainingsleiters zeigte sich besonders bei der Disziplin unserer jüngsten Teilnehmerinnen. Durch ein Kopfnicken allein begaben sich diese ohne zu zögern auf den Rückweg, was natürlich unserem Oberturner gefiel. In einer weiter entfernten Bar wurde der Teamgeist noch etwas gefestigt. Einige litten dabei unter den Anstrengungen des Tages, wodurch die Augenlieder etwas lange ausgeruht wurden. Die Frage des Abends, ob der aus Holz bestehende Speisekartehalter im Bier schwimmen kann, blieb ebenfalls ungeklärt.

Der dritte Tag

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen folgte als erstes ein unerbittliches Einlaufen. Hierbei zeigte sich klar, welche Teilnehmer sich das volle und welche sich ein verkürztes Trainingsprogramm gönnten. Die darauffolgende Pendelstafette mochte zu Gefallen und erzielte eine sehr gute Wertung in Anbetracht der nicht mehr so spritzigen Leistungsfähigkeit einzelner Teilnehmer. Ob der Vorabend oder die brütende Hitze an der Verwirrtheit eines Teilnehmers Schuld war steht offen. Klar ist jedenfalls, dass beim Hochsprung ein Teilnehmer von der falschen Seite Anlauf nahm. Bemerkenswert ist hierbei, dass der Teilnehmer auch nach seinem ersten Sprung seinen Fehler nicht entdeckte. Erst als ihn andere Mitglieder höflich auf seinen Irrtum Aufmerksam machten, wurde ihm bewusst was beim vorausgegangenen Sprung schief lief. Bei der Fachtestgruppe sorgte eher ein ungewöhnlicher Gast für ein Schmunzeln. Während des Trainings setzte sich der Leggins und Badehose tragende Herr an den Spielfeldrand und sorgte für bissige Kommentare. Auch die nette Meinungsäusserung eines sonst sehr friedliebenden Teilnehmers, konnte ihn nicht zum Gehen bewegen. Doch als es Zeit für das Mittagessen war, verstand auch er, dass es Zeit war weiterzuziehen.

Ein Rugby zum Auslaufen und fertig war das Trainingswochenende. Nach der speditiven Abgabe der Zimmer machten sich alle auf, um die Heimreise anzutreten. Frenetisch wurde die Gruppe von einem älteren Turnvereinpaar inklusive Nachwuchs, bei der Turnhalle Gramatt, empfangen.

Zum Schluss

Das Trainingsweekend war sicherlich hilfreich für die Vorbereitung auf das anstehende Turnfest und war wie immer ein flauschiges Zusammensein. Die Technik in den einzelnen Disziplinen konnte ebenso wie der Zusammenhalt unter den Teilnehmern gefestigt werden. Im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich hierbei nochmals für die gute Organisation und Durchführung bedanken und freue mich bereits auf das nächste Mal.

TV Mettmenstetten